Nach dem Testen sowohl von Remote Desktop Protocol (RDP) als auch von TeamViewer kam ich zu praktischen Erkenntnissen darüber, wann jedes Tool Ihre Dateien tatsächlich schneller überträgt.
Testaufbau & Beispielergebnisse
In meinem Beispiel Deutschland ↔ Georgien über ein VPN erreichte TeamViewer im Durchschnitt ~1.45 MB/s, während RDP mit Laufwerksumleitung im Durchschnitt ~0.79 MB/s erreichte. Betrachten Sie dies als Beispielergebnisse, nicht als allgemeingültige Wahrheiten. Ihr Pfad (LAN vs. Internet), Protokolldetails (insbesondere RDP-UDP) und ob TeamViewer direkt oder über Relays läuft, können die Ergebnisse erheblich beeinflussen.
Nutzlast: 100 MB zufällige Datei
Pfad: International, über VPN
Tools: RDP (Laufwerksumleitung) vs. TeamViewer-Dateiübertragung
Beobachtet (mehrere Durchläufe):
• TeamViewer: ~1.45 MB/s
• RDP: ~0.79 MB/s
Dies sind persönliche Messungen in einer Umgebung. Ich habe nicht festgehalten, ob TeamViewer-Sitzungen direkt oder über Relays liefen, noch überprüft, ob RDP-UDP end-to-end aktiv war; beides beeinflusst den Durchsatz wesentlich. Verwenden Sie diese Zahlen als praxisnahe Anekdote, nicht als endgültigen Benchmark.
Warum RDP und TeamViewer unterschiedliche Leistung erbringen
Der Leistungsunterschied lässt sich nicht darauf reduzieren, dass ein Tool universell schneller ist. RDP ist für Windows-Umgebungen stark optimiert und fühlt sich im LAN/VPN oft sehr reaktionsschnell an. TeamViewer ist darauf ausgelegt, über das öffentliche Internet und in heterogenen Betriebssystemumgebungen zuverlässig zu funktionieren, und verwendet eine separate Pipeline für Dateiübertragungen, sodass die Bildschirmsteuerung reaktionsfähig bleibt, während Daten übertragen werden.
Die Unterschiede ergeben sich daraus, wie jedes Tool konzipiert ist.
RDPs Architektur
Modernes RDP passt das, was es sendet, an: leichtgewichtige Zeichenbefehle für statische UI, komprimierte Bitmaps oder AVC/H.264 (einschließlich 4:4:4) für inhaltsreiche/schnell wechselnde Inhalte. Es verwendet virtuelle Kanäle für Dinge wie Laufwerksumleitung (Dateikopie), Zwischenablage, Audio und Drucker. Seit RDP 8.0 kann es zusätzlich zu TCP auch UDP verwenden, was die Robustheit auf Verbindungen mit Verlusten/hoher Latenz verbessert.
• Dateiübertragungen über RDP (Laufwerksumleitung) laufen über einen virtuellen Kanal. Das ist bequem, aber latenzempfindlich, und viele kleine Dateien können unter dem Overhead pro Datei leiden.
• Hinweis zu RemoteFX: Die RemoteFX-vGPU-Funktion ist aus Sicherheitsgründen als veraltet eingestuft/entfernt; sie ist kein moderner Optimierungshebel. Konzentrieren Sie sich stattdessen auf AVC/H.264 und RDP-UDP.
Praktischer Punkt: Für große/Massendaten in einem kontrollierten Netzwerk sind native Dateiprotokolle (SMB/SFTP/rsync) der RDP-Laufwerksumleitung in der Regel überlegen. Nutzen Sie RDP hauptsächlich zur Steuerung.

TeamViewers Ansatz
TeamViewer erfasst und streamt die entfernte Anzeige plattformübergreifend und verwendet eine eigene, vom Anzeigestream getrennte Pipeline für die Dateiübertragung. In der Praxis berichten Nutzer von stark schwankendem Durchsatz: So stellt etwa ein Thread fest, dass „sobald eine Dateiübertragung gestartet ist, die Geschwindigkeit zwischen 100–500 kB/s liegt“, während ein anderer beschreibt, dass „die Geschwindigkeiten einmal super schnell sind und beim nächsten Mal SO LANGSAM.“
Der Verbindungsmodus erklärt oft die Variabilität. TeamViewer versucht, über ausgehendes UDP/TCP und NAT-Traversal einen direkten Peer-to-Peer-Pfad aufzubauen; ist das nicht möglich, fällt es auf vermittelte Verbindungen über die TeamViewer-Infrastruktur zurück – zuverlässig, aber meist langsamer. Die offizielle Anleitung weist darauf hin, dass beide Geräte ausgehende Verbindungen aufbauen und je nach Netzwerkumgebung entweder direkt miteinander oder über Server verbunden werden können. Sicherzustellen, dass UDP an beiden Enden aktiviert ist, kann helfen, höhere Geschwindigkeiten aufrechtzuerhalten.

Kurzer Vergleich
| Dimension | RDP | TeamViewer |
| Grafikverfahren | Befehle + Bitmaps + AVC/H.264 (adaptiv) | Frame-Streaming (plattformübergreifend) |
| Dateiübertragungspfad | Virtueller Kanal (Laufwerksumleitung) | Dedizierte Übertragungspipeline |
| Transport | TCP + UDP (seit 8.0) | Direktes UDP/TCP oder weitergeleitet |
| Beste Umgebung | LAN/VPN, Windows-zentriert | Öffentliches Internet, gemischte Betriebssysteme |
| Größter Flaschenhals | UDP blockiert; RD-Gateway/VPN-Einschränkungen | Weitergeleitete Route; hohe RTT/Verluste |
| Tipp für große Datenmengen | SMB/SFTP/rsync für große Übertragungen bevorzugen | Integrierte Übertragung verwenden; Cloud für riesige Datenmengen |
Praxisnahe Szenarien: Wann jedes Tool sinnvoll ist
Wählen Sie RDP, wenn …
• Sie befinden sich in einem LAN oder Site-to-Site-VPN, und beide Endpunkte laufen mit Windows Pro/Enterprise.
• Sicherheit, Richtlinien und Windows-Integration sind wichtig (AD/GPO, Auditing).
• Sie können RDP-UDP zulassen und Codec-Richtlinien anpassen.
• Sie übertragen große Datenmengen über SMB/SFTP/rsync und verwenden RDP hauptsächlich zur Steuerung.
Wählen Sie TeamViewer, wenn …
• Sie unterstützen Nutzer über das öffentliche Internet ohne VPN-Änderungen.
• Sie benötigen Zero-Config-Einrichtung und betriebssystemübergreifende Unterstützung.
• Die Dateitransfergeschwindigkeit über unzuverlässige Verbindungen ist kritisch.
• Lizenzierung für die kommerzielle Nutzung ist akzeptabel.
Schnelle und sichere Alternative zu TeamViewer und RDP
In meinen Tests erreichte HelpWire unter ähnlichen Bedingungen etwa ~2,01 MB/s und war in diesem Szenario schneller als sowohl RDP als auch TeamViewer (Daten aus einer einzelnen Umgebung, nicht repräsentativ). HelpWire betont einen integrierten Dateiübertragungs-Workflow und lässt Sie je nach Verbindung Geschwindigkeit gegenüber Bildqualität bevorzugen.
Warum es schneller wirken kann: dedizierte Dateiübertragungs-Pipeline innerhalb der Sitzung, adaptive Leistungssteuerungen und effizientes Routing.
Am besten geeignet: Support über das Internet und gemischte OS-Flotten, wenn Sie vorhersehbare Übertragungen wünschen, ohne SMB/SFTP zu öffnen.
HelpWire
4.6
Meine Erkenntnisse aus dem Testen
• In Unternehmensnetzwerken: Die Integration und die Kosten von RDP sind kaum zu übertreffen. Behalten Sie RDP für die Steuerung bei und übertragen Sie Massendaten mit SMB/SFTP/rsync.
• Über das Internet: Die einfache Einrichtung von TeamViewer und das stabile Übertragungsverhalten (insbesondere bei direkter Verbindung) rechtfertigen oft das Abonnement.
• Für sehr große Dateien: Ziehen Sie Cloud-Speicher (OneDrive/Dropbox/Drive usw.) oder Punkt-zu-Punkt-Tools für die Daten in Betracht und verwenden Sie Ihr Remote-Tool ausschließlich zur Steuerung.
• Probieren Sie HelpWire aus, um eine schnelle, sichere Verbindung zu erleben.
Häufig gestellte Fragen
Oft, weil die Sitzung weitergeleitet wird (nicht direkt), die Latenz bzw. der Jitter hoch ist oder UDP blockiert ist. Veraltete Versionen, CPU‑intensive Kodierung auf schwacher Hardware, Bandbreitenbeschränkungen oder Hintergrunddatenverkehr können Verzögerungen verursachen.
Es kommt auf den Pfad an. Im LAN/VPN mit aktiviertem RDP-UDP fühlt sich RDP oft schneller und reaktionsschneller an. Über das öffentliche Internet ist der direkte (nicht weitergeleitete) Dateiübertragungskanal von TeamViewer häufig konstanter.
Modernes RDP verwendet adaptive Grafik (Zeichenbefehle, komprimierte Bitmaps, AVC/H.264/4:4:4) und bevorzugt UDP, das Verlust/Latenz besser handhabt als TCP allein. Es überträgt nur das, was benötigt wird, was Windows-zu-Windows-Sitzungen effizient macht.
Verwenden Sie eine kabelgebundene Netzwerkverbindung; RDP-UDP Ende-zu-Ende (und UDP/3391 für RD Gateway, falls verwendet) aktivieren/zulassen; Windows aktuell halten; AVC/H.264 und Hardwarekodierung dort aktivieren, wo es sinnvoll ist. Visuelle Effekte reduzieren (Hintergrundbilder/Animationen), Hintergrund-Apps schließen, Bildschirmauflösung und Bildwiederholrate an die Bandbreite anpassen und VPNs/Firewalls vermeiden, die UDP blockieren.