RDP vs TeamViewer: Welche Fernzugriffslösung ist am sichersten?

RDP vs TeamViewer Security

Wenn es um den Fernzugriff auf Windows-Systeme geht, kommen oft zwei Tools ins Spiel: das Remotedesktopprotokoll (RDP) und TeamViewer. Beide haben ihre Stärken, doch in puncto Sicherheit bringen sie jeweils eigene Herausforderungen und Vorteile mit sich. Aufbauend auf Praxiserfahrungen und Experteneinschätzungen betrachten wir, wie jedes davon in Sachen Sicherheit abschneidet, und geben Nutzern umsetzbare Empfehlungen.

RDP: Native Lösung für Windows-Benutzer

Remote Desktop Protocol (RDP) ist direkt in Windows integriert und bietet eine robuste und vertraute Möglichkeit, aus der Ferne auf ein Windows-System zuzugreifen. Für viele IT-Administratoren ist es das bevorzugte Tool, da es vollständigen Desktop-Zugriff bietet – ganz so, als säße man direkt vor dem Rechner. Es gibt es seit vielen Jahren, und obwohl es ein solides Tool ist, ist es auch ein häufiges Ziel für Cyberkriminelle.

RDP-Sicherheit

Wichtige Sicherheitsfunktionen:

  • Network Level Authentication (NLA): Das ist ein großer Pluspunkt. NLA verlangt vom Benutzer, sich zu authentifizieren, bevor die Sitzung vollständig aufgebaut ist, was es Angreifern erschwert, Zugriff auf das System zu erhalten. Im Grunde gelangt man nicht einmal bis zum Anmeldebildschirm, ohne zuvor nachzuweisen, wer man ist.
  • Verschlüsselung: RDP verwendet TLS (Transport Layer Security), um Daten während der Übertragung zu verschlüsseln. Das hilft, Ihre Daten zu schützen, wenn sie über potenziell unsichere Netzwerke wie das Internet übertragen werden.
  • Integration mit der Windows-Sicherheit: RDP arbeitet nahtlos mit den Sicherheitsfunktionen von Windows zusammen, einschließlich Active Directory, Gruppenrichtlinien und der Windows-Firewall. Das bedeutet, dass es relativ einfach ist, Sicherheitsrichtlinien einzurichten und den Benutzerzugriff zu verwalten, insbesondere in einem Unternehmensumfeld.

Potenzielle Schwachstellen:

  • Exposition gegenüber dem Internet: Hier wird es heikel. RDP direkt dem Internet auszusetzen ist riskant, und wenn Sie nicht vorsichtig sind, können Angreifer Brute-Force-Methoden einsetzen, um schwache Passwörter zu knacken. Sie haben wahrscheinlich von der berüchtigten BlueKeep-Schwachstelle gehört, die ungepatchte RDP-Dienste ausnutzte, um Malware über Systeme zu verbreiten.
RDP direkt zugänglich zu machen ist eines der gefährlichsten Dinge, die Sie tun können.
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  • Risiken durch Fehlkonfigurationen: Schon eine kleine Fehlkonfiguration, etwa schwache Passwörter oder fehlende geeignete Verschlüsselung, kann Sie Risiken aussetzen. Ich habe Fälle gesehen, in denen schlecht konfigurierte RDP-Sitzungen zu einem einfachen Einstiegspunkt für Hacker wurden.
Selbst eine kleine Fehlkonfiguration, wie schwache Passwörter oder das Nichtverwenden angemessener Verschlüsselung, kann Sie Risiken aussetzen.
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  • Abhängigkeit von Windows-Updates: Wie bei den meisten Microsoft-Tools ist die Sicherheit von RDP eng mit Windows-Updates verknüpft. Schwachstellen wie BlueKeep und DejaBlue haben gezeigt, wie gefährlich es werden kann, wenn man mit dem Patchen hinterherhinkt.

Bewährte Verfahren zur Absicherung von RDP:

  • Verwenden Sie Virtual Private Networks (VPNs): Setzen Sie RDP nicht direkt dem öffentlichen Internet aus. Beschränken Sie stattdessen den Zugriff auf interne Netzwerke oder, noch besser, verwenden Sie ein sicheres VPN, um sich aus der Ferne zu verbinden.
  • Implementieren Sie Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA): Wenn es Ihnen mit der Sicherheit ernst ist, aktivieren Sie MFA für RDP. Sie fügt eine wichtige Schutzschicht hinzu und stellt sicher, dass Angreifer nicht einfach Ihr Passwort erraten und sich Zugriff verschaffen können.
  • Aktualisieren Sie Systeme regelmäßig: Das ist selbstverständlich. Windows mit den neuesten Sicherheitsupdates auf dem aktuellen Stand zu halten, ist eine der einfachsten und effektivsten Methoden, RDP abzusichern.
  • Zugriff einschränken: Verwenden Sie Firewalls und Gruppenrichtlinien, um den RDP-Zugriff auf bestimmte IP-Adressen zu beschränken. Dadurch verringern Sie die Wahrscheinlichkeit drastisch, dass jemand außerhalb Ihres Netzwerks versucht, Zugriff zu erlangen.

TeamViewer: flexible, plattformübergreifende Lösung

TeamViewer ist ein Fernzugriffs-Tool eines Drittanbieters, das auf mehreren Betriebssystemen funktioniert, einschließlich Windows, macOS, Linux und mobilen Plattformen. Es ist für die private Nutzung beliebt, wird aber auch in Unternehmen häufig für Remote-Support, Besprechungen und Dateiübertragungen eingesetzt. Im Gegensatz zu RDP ist es auf Flexibilität ausgelegt, daher ist es eine ausgezeichnete Wahl für Teams, die sich plattformübergreifend verbinden müssen.

TeamViewer

Wichtige Sicherheitsfunktionen:

  • Ende-zu-Ende-Verschlüsselung: TeamViewer verwendet eine AES-256-Bit-Verschlüsselung in Kombination mit einem RSA-4096-Schlüsselaustausch für eine sichere Kommunikation. Dies bedeutet, dass Ihre Remote-Sitzungen Ende-zu-Ende verschlüsselt sind und ein solides Maß an Schutz bieten.
Da alle TeamViewer-Interaktionen vollständig verschlüsselt sind, gilt dies auch für Verbindungen im reinen LAN-Modus.
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  • Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA): 2FA ist standardmäßig aktiviert und fügt eine zusätzliche Sicherheitsebene hinzu. Selbst wenn jemand Ihr Passwort in die Hände bekommt, würde die Person dennoch den zweiten Faktor benötigen, um auf Ihr System zuzugreifen.

  • Zugriffskontrolle: TeamViewer bietet eine fein abgestufte Kontrolle darüber, wer auf Ihre Geräte zugreifen darf. Sie können den Zugriff auf vertrauenswürdige Geräte beschränken, Berechtigungen einrichten und bei Bedarf sogar Sitzungen sperren.

  • Sitzungsprotokollierung und -überwachung: TeamViewer stellt für jede Remote-Sitzung ausführliche Protokolle bereit. Dadurch können Sie nachverfolgen, wer wann auf Ihr System zugegriffen hat, was sowohl für die Sicherheitsüberwachung als auch für die Compliance hilfreich ist.

Potenzielle Schwachstellen:

  • Kontoübernahme: Das Hauptrisiko ist hier Ihr TeamViewer-Konto selbst. Wenn ein Angreifer Zugriff auf Ihre Anmeldedaten erlangt, kann er möglicherweise auf alle Ihre Geräte zugreifen. Das ist bedenklich, wenn Sie schwache Passwörter verwenden oder 2FA nicht aktiviert haben.
Es klingt so, als hätte jemand auf Ihren PC zugegriffen und in TeamViewer den Einfachen Zugriff gewährt.
TeamViewer Community
  • Phishing und Social Engineering: Cyberkriminelle verlassen sich häufig auf Social-Engineering-Taktiken, um Nutzer dazu zu bringen, ihre TeamViewer-Zugangsdaten preiszugeben. Dies kann über Phishing-E-Mails geschehen oder indem sie sich als technischer Support ausgeben.

  • Externe Abhängigkeiten: Da TeamViewer über Server von Drittanbietern arbeitet, besteht stets ein geringes Risiko, dass ein Problem auf Seiten von TeamViewer Ihre Sicherheit beeinträchtigen könnte. Glücklicherweise ist dies selten, aber es ist etwas, das Sie berücksichtigen sollten.

Bewährte Verfahren zur Absicherung von TeamViewer:

  • Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) aktivieren: Das ist unverzichtbar. Wenn Sie TeamViewer verwenden, stellen Sie sicher, dass 2FA aktiviert ist. Das ist ein einfacher Schritt, der die Sicherheit Ihres Kontos erheblich verbessert.
  • Verwenden Sie starke, eindeutige Passwörter: Wie bei RDP sollten Sie bei Ihren Passwörtern nicht sparen. Machen Sie sie lang, komplex und einzigartig, um das Risiko einer Kompromittierung des Kontos zu verringern.
  • Zugriffsprotokolle überwachen: Behalten Sie die Zugriffsprotokolle von TeamViewer genau im Blick. Das wird leicht übersehen, aber diese Protokolle liefern wichtige Einblicke, wer auf Ihre Geräte zugegriffen hat.
  • Zugriff auf vertrauenswürdige Geräte beschränken: Stellen Sie sicher, dass nur vertrauenswürdige Geräte auf Ihr TeamViewer-Konto zugreifen dürfen. Wenn Sie Bedenken wegen nicht genehmigter Geräte haben, sperren Sie den Zugriff oder verlangen Sie eine zusätzliche Verifizierung vor der Verbindung.
  • Software aktuell halten: Regelmäßige Updates sind entscheidend für die Aufrechterhaltung der Sicherheit. TeamViewer veröffentlicht häufig Updates, um Schwachstellen zu beheben. Stellen Sie daher sicher, dass Ihr Client stets auf dem neuesten Stand ist.

RDP vs TeamViewer: Welches ist sicherer?

Funktion RDP TeamViewer
Verschlüsselung TLS (Transport Layer Security) 256-Bit AES + RSA-4096 (Ende-zu-Ende-Verschlüsselung)
Multi-Faktor-Authentifizierung Optional (über Lösungen von Drittanbietern) Integriert, leicht zu aktivieren
Plattformübergreifende Unterstützung Auf Windows beschränkt Unterstützt Windows, macOS, Linux, iOS, Android
Benutzerfreundlichkeit Erfordert Einrichtung und Konfiguration Benutzerfreundlich mit einfacher Einrichtung
Exponierungsrisiko Hoch, wenn dem Internet ausgesetzt Moderat, abhängig von der Konfiguration
Am besten geeignet für Windows-zentrierte Umgebungen Plattformübergreifende, vielfältige Zugriffsanforderungen

HelpWire: Sichere Alternative zu RDP und TeamViewer

HelpWire hebt sich als ausgezeichnete Alternative sowohl zu RDP als auch zu TeamViewer hervor, insbesondere für Unternehmen oder Einzelpersonen, die eine einfachere, sicherere Fernzugriffslösung suchen. Obwohl RDP und TeamViewer ihre Stärken haben, bietet HelpWire ein schlankeres und sichereres Erlebnis, ohne die Komplexität der Konfiguration oder die starke Abhängigkeit von der Infrastruktur Dritter.

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Preis: Kostenlos
Unterstützte Systeme: Windows, macOS, Linux
HelpWire

Wichtige Sicherheitsfunktionen:

  • Direkte Peer-to-Peer-Verbindungen: HelpWire stellt direkte Verbindungen zwischen Operatoren und Kunden her, reduziert die Angriffsfläche und erhöht die Sicherheit.
  • Sichere Datenübertragung: Alle Sitzungsdaten werden mit TLS/SSL und AES-256 verschlüsselt und so vor Abfangen oder Manipulation geschützt.
  • Keine Firewall-Konfiguration erforderlich: HelpWire verwendet Standardprotokolle und macht komplexe Firewall-Konfigurationen oder Portweiterleitungen überflüssig.
  • Vom Benutzer gesteuerter Zugriff: Kunden kontrollieren den Zugriff und können ihn jederzeit per Tastenkürzel oder In-App-Schaltfläche widerrufen.
  • Vertrauenswürdige Authentifizierung: HelpWire verwendet Auth0 für eine sichere Anmeldung, dem große Unternehmen wie Microsoft und AWS vertrauen.
  • Digital signierte Anwendungen: Alle HelpWire-Apps sind von DigiCert signiert, was die Integrität gewährleistet und Manipulation verhindert.

Fazit: Welche Lösung ist die richtige für Sie?

  • Wählen Sie RDP, wenn Sie ausschließlich in einer Windows-Umgebung arbeiten und über die Expertise verfügen, es sicher zu konfigurieren und zu verwalten. RDP ist hochgradig anpassbar und kann, bei korrekter Absicherung, eine zuverlässige Option für Kontrolle auf Unternehmensniveau sein.

  • Entscheiden Sie sich für TeamViewer, wenn Sie plattformübergreifenden Zugriff benötigen oder eine Lösung brauchen, die sich leicht einrichten und warten lässt. Mit seinen integrierten Sicherheitsfunktionen und der benutzerfreundlichen Oberfläche ist TeamViewer eine hervorragende Wahl für Remote-Support oder Zusammenarbeit über verschiedene Betriebssysteme hinweg.

  • Greifen Sie zu HelpWire, wenn Sie als Einzelprofi arbeiten oder Teil eines kleinen bis mittelgroßen Unternehmens sind, das eine einfache, schnelle und sichere Remote-Access-Lösung benötigt. HelpWires intuitives Design, plattformübergreifende Kompatibilität und der Fokus auf Kundensupport machen es zu einer soliden Option für Teams, die Benutzerfreundlichkeit priorisieren, ohne die Sicherheit zu beeinträchtigen.

Letztlich können alle drei Plattformen bei korrekter Nutzung sicher sein. Der Schlüssel zur Sicherheit liegt in der Anwendung bewährter Verfahren, egal ob Sie RDP, TeamViewer oder HelpWire verwenden. Indem Sie Ihre Software aktuell halten, starke Passwörter nutzen, Multi-Faktor-Authentifizierung aktivieren und Zugriffsprotokolle überwachen, können Sie sicherstellen, dass Ihr Remote-Zugriff insgesamt sicher bleibt.